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Anovulatorische Zyklen: Zyklen ohne Eisprung

Das Zyklusgeschehen ist ein Gradmesser für die körperliche Gesundheit. Ein fehlender Eisprung ist der Ausdruck einer gestörten Zyklusregulation. Diese Störung kann direkt durch eine Beeinträchtigung des Regulationskreises oder indirekt durch andere körperliche Faktoren bedingt sein, die Einwirkungen auf das Regulationssystem haben.

Wodurch sind anovulatorische Zyklen gekennzeichnet?

Anovulatorische Zyklen sind dadurch gekennzeichnet, dass der Eisprung ausgeblieben ist. Da bei ihnen kein Temperaturanstieg in der zweiten Zyklushälfte zu verzeichnen ist, werden sie  als monophasische (einphasige) Zyklen bezeichnet. Bei diesen Zyklen verbleibt die Körperkerntemperatur auf einem ähnlichen Temperaturniveau wie in der ersten Zyklusphase. Dabei treten die Regelblutungen dennoch häufig zum gewohnten Zeitpunkt auf. Ein ausgebliebener Eisprung wird von den Frauen dabei nicht bemerkt. Das heißt, eine regelmäßige Menstruationsblutung ist nicht, wie von den meisten Frauen häufig angenommen, gleichzusetzen mit einem gesunden ovulatorischen Zyklus!

Wie kommt es zu anovulatorischen Zyklen?

Bei einem anovulatorischen Zyklus reifen in den Eierstöcken zwar genügend Follikel heran, die auch genügend Östrogene produzieren, jedoch bleibt der Eisprung und damit auch die fruchtbaren Tage aus. Der Impuls, der den Eisprung auslöst, fehlt, sodass sich die herangereifte Eizelle nicht aus dem Follikel lösen kann und es zu keiner Gelbkörperbildung mit einer Progesteronproduktion kommt.

Was können Gründe für anovulatorische Zyklen sein?

Es gibt viele Ursachen, warum es bei der Frau nicht zum Eisprung kommt. So kann zum einen die Regulationsebenen Zwischenhirn, Hirnanhangsdrüse und Eierstock gestört sein. Darüber hinaus können auch einige gesundheitliche Faktoren das Regulationssystem negativ beeinflussen. Alle übermäßigen physischen/körperlichen und psychischen/gefühlsmäßigen Belastungsfaktoren können dabei das notwendige Gleichgewicht aus dem Rhythmus bringen. So sind z.B. lang anhaltende körperliche Stresssituationen, zu viel Sport, hohe psychische Belastungen, eine ungesunde Lebensweise, Übergewicht, aber auch eine übermäßige Gewichtsreduktion wie z.B. bei Magersucht, eine ausgeprägte Hormonstörung oder ein vorzeitiger Beginn der Wechseljahre als mögliche Ursachen zu nennen.

Häufig treten anovulatorische Zyklen auch in der Pubertät nach der ersten Regelblutung (Menarche), nach einer Schwangerschaft, vor den Wechseljahren, beim PCO-Syndrom, bei einem hormonellen Ungleichgewicht des schilddrüsenstimulierenden Hormons (TSH) und dem Prolaktin oder nach dem Absetzen der Anti-Baby-Pille auf. Allerdings: Ein vereinzelter monophasischer Zyklus ist noch kein Grund zur Sorge. Erst wenn die anovulatorischen Zyklen gehäuft auftreten, solltest du mit deinem Frauenarzt darüber sprechen. Übrigens: OvulaRing Nutzerinnen kennen ihren Zyklus genau und können jederzeit überprüfen, ob sich nach einem anovulatorischen Zyklus wieder ein gesunder Zyklus mit Eisprung eingestellt hat.

Erkennt die OvulaRing Software auch monophasische Zyklen?

Ja! Die Körpertemperatur spiegelt die Hormone im weiblichen Zyklus wider. Die kurz vor dem Eisprung beginnende Progesteron-Ausschüttung bewirkt einen Anstieg deiner Körperkerntemperatur um 0,25 bis 0,5°C über einen Zeitraum von etwa 3 bis 5 Tagen. Ein monophasischer Zyklus wird von den medizinischen Algorithmen der OvulaRing Software erkannt, wenn

1.) überhaupt kein Temperaturanstieg stattgefunden hat,

2.) der Temperaturanstieg entweder nicht hoch genug oder

3.) nicht lang genug war.

So kann es sein, dass die Anwenderin zwar eine kleine und kurzfristige Temperaturveränderung in der Zykluskurve bemerkt, ohne dass ein Eisprung aufgetreten ist. Das kommt dadurch zustande, dass der nicht gesprungene Follikel, eine geringe Menge an Progesteron bildet (sog. LUF-Syndrom). Eine Schwangerschaft wäre in so einem Zyklus nicht möglich.

OvulaRing erkennt Eisprünge in der retrospektiven Betrachtung mit einer Sicherheit von 99%. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass ein ausgegebener monophasischer Zyklus korrekt ist. So kannst du immer ganz genau kontrollieren, ob deine Zyklen „gesund“ sind oder evtl. eine Zyklusstörung vorliegen könnte.

Was kann ich tun?

Wenn du bereits OvulaRing Anwenderin bist, solltest du deine Frauenärztin bzw. deinen Frauenarzt über dein Messergebnis informieren. Sie werden eine weiterführende Diagnostik vornehmen und versuchen, die Ursache für die Störung zu finden. Wenn die Anovulation z.B. durch Über- oder Untergewicht verursacht wird, kann eine Gewichtsveränderung in den Normbereich helfen, den Eisprung wiederherzustellen. Analog dazu kann die Frau auch selbst herausfinden, dass sie möglicherweise  aufgrund von extremen Sporteinheiten oder einem erhöhten Stressniveau keine Periode bekommt. Eine Verringerung der sportlichen Betätigung  oder Aktivitäten zur Stressbewältigung wie Yoga oder Meditation können ihr helfen, wieder Eisprünge zu haben.

Welche Behandlung wird bei einem fehlenden Eisprung durchgeführt?

Nicht immer hilft eine Lebensstiländerung allein aus, um den Eisprung wieder herbeizuführen. Bei bestehendem Kinderwunsch und wiederholt monophasischen Zyklen wird dein Frauenarzt dir Medikamente zur sog. Ovulationsinduktion verschreiben. Zur Behandlung werden dabei Clomifen, Letrozol oder auch FSH-Injektionen verabreicht.

Clomifen ist ein Medikament (Antiöstrogen), das häufig zur Auslösung des Eisprungs verabreicht wird. Die Behandlung beginnt in der Regel am dritten bis fünften Tag nach Einsetzen der Periode. An den folgenden fünf Tagen erfolgt die Clomifen-Einnahme (1-3 Tabletten) täglich. Ist die Einnahme abgeschlossen, findet normalerweise nach etwa einer Woche der Eisprung statt. Clomifen „spielt dem Körper vor“, dass zu wenig Östrogene vorhanden sind. Die Hirnanhangsdrüse versucht, diesen Mangel durch eine vermehrte Produktion vom follikelstimulierenden (FSH) und luteinisierendem Hormon (LH) auszugleichen. Diese Hormone regen die Eierstockfunktion an und sorgen so für Follikelreifung und Eisprung. Dabei ist das LH das eisprungauslösende Hormon. In der Behandlung der Anovulation wird eine LH- oder hCG-Injektion deshalb alleine oder oftmals zusätzlich verordnet.

Mit OvulaRing kannst du übrigens genau kontrollieren, ob eine medikamentöse Behandlung erfolgreich war und ob bzw. wann es zu einer Ovulation gekommen ist.

Bedeutet eine Menstruation, dass zuvor ein Eisprung stattgefunden hat?

Nein! Viele Frauen gehen davon aus, dass eine regelmäßige Periode anzeigt, dass auch ein Eisprung stattgefunden hat. Dies ist aber nicht immer der Fall, denn es ist möglich, dass die hormonellen Veränderungen auch ohne Eisprung ausreichend für die Veränderung der Gebärmutterschleimhaut sind, die dann zu regelmäßige Blutungen führen. Um sicher zu sein, dass du einen Eisprung hast und deine Zyklen gesund sind, kannst du, auch wenn du sehr lange oder sehr unregelmäßige Zyklen hast, OvulaRing nutzen. Damit werden Anovulationen verlässlich angezeigt. Um dich besser zu orientieren, solltest du immer die Tage mit erfolgtem Geschlechtsverkehr in das in der OvulaRing Software integrierte Zyklustagebuch einzutragen. So weißt du aktuell, aber auch im Nachhinein, wann und ob eine Schwangerschaft möglich gewesen wäre.

Bei Fragen steht dir unser OvulaRing Kundenservice wochentags von 9 – 16 Uhr unter +49 (0) 341 35 58 20 99 oder via E-Mail an info@ovularing.com sehr gern beratend zur Seite!

 

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