Wir forschen für die Frauengesundheit

In der Medizin ist immer noch der Mann das dominierende Geschlecht. Als Arzt, der forscht und heilt sowie als Patient, an dem geforscht wird. Das wollen wir ändern!

Am Markt erhältliche Therapien und Medikamente werden mehrheitlich an Männern erforscht, was für Frauen gefährliche Folgen haben kann. Selbst in der Frauengesundheit wird die individuelle Biologie der Frau kaum berücksichtigt und stattdessen der Standardzyklus angenommen.

Mit dem OvulaRing und der Cyclofertilographie Methode führen wir verschiedene Studien mit Frauen auf Basis des Biomarkers Körperkerntemperatur durch. Unsere Vision: Ein Paradigmenwechsel in der medizinischen Diagnostik, damit die individuelle Biologie endlich die Grundlage für evidenzbasierte Therapieentscheidungen bildet.

Inhalt

Durchgeführte klinische Studien

2013-2018 Kontinuierliche Körperkerntemperaturmessung als Ergänzung des Zyklusmonitoring bei Patientinnen mit Kinderwunsch.
Goeckenjan, Maren; Schiwek, Esther; Wimberger, Pauline (2020) Continuous Body Temperature Monitoring to Improve the Diagnosis of Female Infertility Ovulatory dysfunction is a major cause of female infertility. We evaluated the use of continuous body temperature monitoring with a vaginal biosensor to improve standard diagnostic procedures for determining ovulatory dysfunction.
Zur Veröffentlichung (Engl.)
2012-2013 Monozentristische Studie zur wissenschaftlichen Evaluierung circadianer Temperaturmuster im weiblichen Zyklus mit Hilfe des Wechselringsystems OvulaRing
Zur Veröffentlichung (Engl.)
1999-2007 Klinische Studie und Prüfung zur Testung der Wirksamkeit und Verträglichkeit eines telemetrischen Ringpessars zur Bestimmung der Basaltemperatur der Frau
Alexander H In: Ärzteblatt Sachsen; 12: 539-542. (2015) Das Cyclofertilogramm zur exakten Zyklus- und Fertilitätsdiagnostik. Immer mehr Frauen interessieren sich für den eigenen Zyklus und ihre Zyklusgesundheit. Gerade für die Frau im reproduktiven Alter hat das Zyklusgeschehen eine zentrale Be deutung. Nicht nur, wenn es um die gezielte Herbeiführung einer Schwangerschaft geht, sondern ebenso beim Wunsch nach einer hormonfreien Verhütung.
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Unsere Aktuelle Forschung

Sprintausdauer-Performance in Abhängigkeit der Zyklusphase
Eine Studie an der Bundesliga-Mannschaft der Hamburger Wasserballerinnen

Saba Shakalio, Athletik-Trainerin St. Pauli & Sporthochschule Köln;  2021-2022;
Stand: Auswertungen laufen

In der Studie wird die Sprintausdauerfähigkeit der Bundesliga-Wasserballerinnen zum ersten Mal in unterschiedlichen Phasen des Menstruationszyklus getestet. Die Auseinandersetzung mit den Leistungsschwankungen innerhalb eines Zyklus unterstützt uns bei Trainingsperiodisierungen im Leistungssport, sodass wir mit einem zyklusbasierten Trainingsplan die Leistung der Athletinnen verbessern können, ohne ihre Gesundheit zu gefährden.

Einfluss der COVID-19 Impfung auf die Zykluslänge, Lutealphasenlänge, Eisprungtag, Anovulationshäufigkeit

VivoSensMedical GmbH, Ansprechpartnerin: Laura Matthes

Nutzerinnen gaben an, wann sie geimpft wurden. Wenn sie mindestens drei Vergleichszyklen aufgezeichnet hatten, haben wir überprüft, ob die Zykluscharakteristika im „Impfzyklus“ verändert waren. Für die Zykluslänge zeichnet sich bereits ab, dass die Verkürzungen quasi nicht vorkamen. Die Verlängerungen tauchen in einer Häufigkeit auf, die auch in anderen Zyklen zu erwarten wäre, die mit einem physiologischen Stress zusammen fallen (Fieber, Medikamente, Fasten, Trennung).

Einfluss der COVID-19-Impfung auf den Menstruationszyklus in Abhängigkeit von der Verabreichung in Follikel- oder Lutealphase

Obwohl die Impfungen zu gleichen Teilen in erster und zweiter Zyklushälfte gegeben wurden, sind in den Fällen, in denen eine Zyklusverlängerung stattfand, die Impfungen zu 75 % in der ersten Zyklusphase gegeben worden. Dies spricht dafür, dass der Zyklusrythmus weniger anfällig für Störungen ist, wenn in der zweiten Zyklusphase geimpft wird.

Geburtsterminberechnung – Methodenvergleich: Anhand letzter Menstruation (Standard) vs. Anhand letzten Eisprungs (OvulaRing)

Wir befragen aktuell unsere ehemaligen und aktuellen Nutzerinnen nach den Geburtsterminen ihrer Kinder. FrauenärztInnen berechnen den Geburtstermin in der Regel anhand der letzten Menstruation. Der Beginn der letzten Menstruation plus 14 Tage wird meist als Tag der Empfängnis angenommen. Das stimmt natürlich nur, wenn der Eisprung an diesem Tag war. Jedoch ist dies nur selten der Fall. Dennoch wird der Geburtstermin auf diese Weise berechnet. Alle folgenden Untersuchungen des Fötus und die Einschätzung, ob er sich der Schwangerschaftswoche entsprechend entwickelt, basiert auf dieser Art der Empfängnisberechnung.

Oft wurde aber später empfangen. Das bedeutet, dass der Fötus bei einem später stattgefundenen Eisprung konstant als „nicht weit genug entwickelt“ durch FrauenärztInnen eingeschätzt wird – bis hin zur Einstufung in eine Risikoschwangerschaft. Dass dies Stress in den werdenden Müttern auslöst, der womöglich wirklich noch zu Komplikationen führt, ist unnötig, wenn der Eisprung mit OvulaRing detektiert wurde.

Du willst uns dabei untersützen?

In dieser Studie wollen wir also vergleichen, wie genau der von GynäkologInnen bzw. OvulaRing errechnete Geburtstermin mit dem tatsächlichen Geburtstermin übereinstimmt, wenn die Geburt natürlich stattfand. Hierzu brauchen wir unbedingt so viele Teilnehmerinnen wie möglich.

Dieses Thema liegt uns besonders am Herzen, da niemand dieses so relevante Thema bisher untersucht hat. Du bist während deiner Nutzung von OvulaRing schwanger geworden? Hilf mit dieses Thema zu adressieren.

Charakteristika von Zyklen unterscheiden sich zwischen OvulaRing-Verhütungs- und Kinderwunsch-Nutzerinnen

Grundsätzlich zeigen Nutzerinnen, die OvulaRing mit dem Ziel schwanger zu werden nutzen,  eine größere Variabilität in ihren Zykluscharakteristika. Wir gehen davon aus, dass Frauen, die OvulaRing zur Verhütung nutzen, eher die Gesamtbevölkerung abbilden.

Wir werden in 2022 Statistiken über Zykluslänge, Eisprungtag, Lutealphasenlänge, Anovulationshäufigkeit je nach Nutzungsart, Alter und BMI veröffentlichen.

In process:

Charakteristika des ovulationsinduzierten Anstiegs der Körperkerntemperatur in Abhängigkeit des Alters

Dieses Forschungsthema muss noch bearbeitet werden. Da uns hierzu aktuell die Kapazitäten fehlen, freuen wir uns über Anfragen zu Kooperationen. Wir haben alle nötigen Daten dazu bereits erhoben. Auch ambitionierte MasterandInnen mit Fähigkeit zum statistischen Programmieren können sich bei Interesse melden.

Ansprechpartnerin: Laura Matthes, Research and Development; info@vivosensmedical.com

Muster der Körperkerntemperatur im zeitlichen Verlauf relativ zu Schüben von Auto-Immun-Erkrankungen

Dieses Forschungsthema muss noch bearbeitet werden. Da uns hierzu aktuell die Kapazitäten fehlen, freuen wir uns über Anfragen zu Kooperationen. Anfragen von Forschenden im Rheuma & MS sind herzlich willkommen.

Ansprechpartnerin: Laura Matthes, Research and Development; info@vivosensmedical.com

Unsere Forschungsansätze

Die Körperkerntemperatur als Biomarker

Durch die Erforschung der Körperkerntemperatur als Biomarker hat die VivoSensMedical eine einzigartige Methode für die gynäkologische, endokrinologische Zyklusdiagnostik in Echtzeit entwickelt und diese mit dem Cyclofertilogramm und OvulaRing für die Anwenderin und den Arzt auf den Markt gebracht. Die Ergebnisse sind vergleichbar mit dem täglichen Erfassen von Hormonwerten aus dem Blut oder einem täglichen vaginalen Ultraschall. In eigenen und unabhängigen medizinischen Studien an den Universitätsfrauenkliniken Leipzig und Dresden wurde u.a. herausgefunden, dass knapp 70% der Frauen außerhalb des erwarteten Zeitpunktes (Tag 14) ovulierten, trotzdem aber einen gesunden biphasischen Zyklus aufwiesen. Die neuen Erkenntnisse belegen die Variabilität der Zyklen und zeigen, dass jede Frau ein individuelles Fruchtbarkeitsmuster aufweist. (Alexander 2015 / Regidor 2017 / Göckenjan 2020)

Die Körperkerntemperatur als indirekter endokrinologischer Biomarker kann in der Frauenheilkunde in vielerlei Bereichen zur Anwendung kommen. Aktuell forschen wir u.a. zur weiteren Verbesserung der individuellen Zyklusdiagnostik mit der Erkennung des Eisprungtages und der fruchtbaren Phase für eine Empfängnisoptimierung, zur Anwendung bei der Behandlung im Rahmen der In-Vitro-Fertilisation (IVF), zur Unterstützung bei der sicheren hormonfreien Verhütung sowie zur Diagnostik von Risiken während der Schwangerschaft, um z.B. eine drohende Fehlgeburt und andere Schwangerschaftserkrankungen frühzeitig erkennen können.

Die Erforschung der weiblichen Chronobiologie

Jeder Mensch ist geprägt von einer individuellen inneren Uhr, die u.a. für den Erfolg von medikamentösen Therapien verantwortlich ist. In Abhängigkeit von dieser inneren Uhr werden beispielsweise Medikamente zu unterschiedlichen Zeiten patientenindividuell anders verstoffwechselt. Dieser Aspekt wird aktuell in der medikamentösen Einstellung von Patienten jedoch kaum berücksichtigt. Es mangelt vor allem an Diagnostikmethoden zur Bestimmung des individuellen Biorhythmus. Die Vision: Die zielgenauere Verabreichung von Medikamenten entsprechend des Biorhythmus zur Steigerung des Therapieerfolges und zur Reduktion von Nebenwirkungen, gerade in Indikationsbereichen mit starkem Medikamentenbedarf, wie z.B. der Onkologie.

In einer Studie von 2017 (Eckhart et al. 2017)* der VivoSensMedical mit dem Chronomedizinischen Institut der Goethe-Universität, Frankfurt am Main, wurde erstmal der diurnale Körperkerntemperatur-Rhythmus von Frauen unter „real life“-Bedingungen erforscht.

Der Einfluss des weiblichen Zyklus auf die Hirnstruktur und die Menopause

Seit 2016 ist die VivoSensMedical in einer klinischen Studie in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften involviert, welche den Einfluss des weiblichen Zyklus auf die Hirnstruktur erforscht. Die Forschungsergebnisse werden zeigen, ob und inwiefern sich die Hirnstruktur während der verschiedenen Zyklusphasen Menstruation, Follikelphase, fruchtbares Fenster mit Eisprung und Lutealphase verändert.

Seit 2019 forscht die VivoSensMedical auch im Bereich Menopause. Die klinische Studie zum „Einfluss einer Progesteronsubstitution in der Lutealphase auf den Ruheenergieverbrauch in der menopausalen Transition“ wird mit der Universitätsfrauenklinik Bern durchgeführt.

Neuer Therapieansatz bei Autoimmunerkrankungen

Weltweit leiden mehr als 2,5 Mio. Menschen an Multipler Sklerose (MS International Federation), Frauen erkranken heute dreifach häufiger als Männer (Ärztezeitung online, 30.10.2017). Bei der Analyse von Körperkerntemperaturmustern bei Autoimmunerkrankungen gibt es in der Fachliteratur gegenwärtig noch keine Forschungsarbeiten. Im Klinikalltag fehlen Diagnostikmethoden zur Früherkennung von Krankheitsschüben, die es ermöglichen, Therapien auf den individuellen Krankheitsverlauf von Patienten mit Autoimmunerkrankungen abzustimmen. Die Identifikation von Schüben bei Autoimmunerkrankungen erfolgt aktuell zu spät, nämlich erst nach einem Krankheitsschub, und ist von einem enormen diagnostischen Aufwand geprägt (z.B. MRT bei MS). Jede Autoimmunerkrankung ist von Entzündungsprozessen begleitet, die mit einer Veränderung der Körperkerntemperatur korrelieren. Unter Umständen spiegeln sich diese Prozesse in einem individuellen Temperaturmuster wider, das es zu identifizieren gilt. Deshalb plant die VivoSensMedical derzeit eine Studie zu „Körperkerntemperatur und Autoimmunschübe bei Frauen mit Kinderwunsch und Multipler Sklerose oder rheumatischen Erkrankungen.“

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Wenn du denkst, mittels OvulaRing Daten könnte eine Frage beantwortet werden, die dich umtreibt, schreib uns!

Wir bemühen uns die Forschung voran zu bringen. Bitte habe Verständnis, dass wir nicht alles beantworten oder bearbeiten können.

Forschung ist unsere Herzensangelegenheit!

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OvulaRing Kundendienst

* Gnoth et al. 2003 zitiert Eckhart D et al. 2017. Dynamics of core body temperature cycles in longterm measurements under real life conditions in women, Chronobiology International, DOI, 10.1080/07420528.2017.127594 

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