Vorteile der natürlichen Verhütung

Hormonfreie Verhütungsmethoden greifen nicht in deinen Hormonhaushalt ein und beeinflussen so auch nicht die natürlichen Abläufe deines Körpers. Anders als bei hormonellen Verhütungsmitteln blockieren sie weder die Produktion körpereigener Hormone, noch unterdrücken sie deinen Eisprung. Dein Körper und dein Zyklus bleiben in natürlicher Balance. Neben- oder Wechselwirkungen wie z.B. Gewichtszunahme, Libidoverlust oder Stimmungsschwankungen bleiben komplett aus. Auf der anderen Seite lernst du durch die intensive Beschäftigung mit deinem Zyklus deinen Körper ganz genau kennen und entwickelst so auch ein positives Zyklusbewusstsein und ein besseres Gespür für deinen Körper.

 

Die Vorteile im Überblick

Du behältst deinen natürlichen Zyklus

Mit einer natürlichen Verhütung behältst du deinen natürlichen Zyklus bei und deine Hormone bleiben in ihrer natürlichen Balance. 49% aller Frauen haben nach Absetzen von hormonellen Verhütungsmitteln zunächst Zyklusstörungen. Um die Hormone wieder in Balance zu bringen und den Zyklus zu stabilisieren, benötigt dein Körper nach Absetzen von hormonellen Verhütungsmitteln im Durchschnitt etwa 6-12 Monate, in manchen Fällen kann es aber auch länger dauern. Der natürliche weibliche Zyklus, auch Menstruationszyklus genannt, ist ein periodisch auftretender Vorgang im Körper der Frau, der von einem komplexen Zusammenspiel der Hormone gesteuert wird. Er lässt sich auch in folgende Phasen unterteilen: Menstruation, Follikelphase, Eisprung und Gelbkörperphase.

In der Follikelphase wird das Follikelstimulierende Hormon (FSH) gebildet, unter dessen Einfluss etwa 40 bis 100 Eibläschen heranreifen. Diese produzieren Östrogene, besonders das weibliche Geschlechtshormon Östradiol. Das Luteinisierende Hormon (LH) löst schließlich den Eisprung aus. Eine reife Eizelle wird aus dem Follikel des Eierstocks ausgestoßen und vom Eileiter aufgenommen. Die Gelbkörperphase beginnt nach dem Eisprung. Aus den Resten des Follikels, die im Eierstock verbleiben, entwickelt sich der Gelbkörper. Diese kleine Drüse produziert das Gelbkörperhormon Progesteron. Progesteron und Östrogene sorgen dafür, dass die Schleimhaut der Gebärmutter aufgebaut und für die Aufnahme einer befruchteten Eizelle vorbereitet wird. Tritt keine Schwangerschaft ein, versiegt die Progesteronproduktion wieder und es kommt nach 12-16 Tagen erneut zu einer Menstruationsblutung. Ein neuer Zyklus beginnt.

Hormonelle Verhütungsmittel greifen in deinen natürlichen Menstruationszyklus ein, sodass dein Eisprung unterdrückt wird. Das Zuführen von synthetischen Hormonen (Östrogen und Progesteron) über einen längeren Zeitraum bewirkt, dass dein Hormonspiegel über den gesamten Zyklus über konstant bleibt. Auf diese Weise werden die natürlichen Hormonschwankungen der einzelnen Zyklusphasen künstlich unterdrückt.

Dein Eisprung wird nicht unterdrückt

Hormonelle Verhütungsmittel bewirken durch synthetische, körperfremde Hormone, dass dein Eisprung unterdrückt wird, sodass du bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr nicht schwanger werden kannst. Bei einer natürlichen Verhütung ist dies nicht der Fall: Dein Eisprung findet statt und wird nicht unterdrückt. Viele Frauen berichten, dass sie sich um den Eisprung herum besonders energiegeladen, selbstbewusst und attraktiv fühlen. Bei einer natürlichen Verhütung kannst du bewusst von dem positiven Bewusstsein für deinen Körper profitieren. Auf der anderen Seite musst du aber darauf achten, dass du während deiner fruchtbaren Phase entweder enthaltsam bist oder z.B. ein Kondom verwendest. Darüber hinaus ist ein regelmäßiger Eisprung nicht nur zum Schwangerwerden wichtig, sondern durch die Östrogenausschüttung ganz essentiell für die Brust-, Knochen- und Herz-Gesundheit!

Es gibt keine Nebenwirkungen

Wenn du natürlich verhütest, bleiben Nebenwirkungen, wie sie bei hormonellen Verhütungsmitteln auftreten können, komplett aus. Eine der häufigsten Nebenwirkungen hormoneller Verhütungsmittel ist der Verlust deiner Libido. Bei einem Libidomangel oder -verlust ist das sexuelle Verlangen gestört, sodass du keine Lust mehr auf Sex hast. Sexuelle Unlust ist ein Problem, welches nur selten thematisiert wird, allerdings für viele Paare ein großes Problem darstellt. Hormonelle Verhütungsmittel unterdrücken deinen Eisprung und stören das sensible Gleichgewicht deiner Sexualhormone. Gerade um ihren Eisprung herum hat die Frau häufig die meiste Lust auf Sex und wirkt auch auf ihre*n Partner*in am attraktivsten. Wird er unterdrückt, wird auch ihre natürliche Lust gedrosselt. Wichtig: Eine intakte Libido ist ein Zeichen der Gesundheit!

Des Weiteren erhöht sich vor allem durch die Einnahme der Pille das Risiko, an Thrombosen zu erkranken. Wie stark eine Pille die Gerinnungsneigung erhöht, hängt maßgeblich von den enthaltenen Hormonen ab. Vereinfacht gesagt: Je höher die Östrogendosis, desto höher das Thromboserisiko. Vor allem Pillen der neuen Generation, die häufig an junge Frauen verschrieben werden, können das Thromboserisiko erhöhen.

In Studien konnte gezeigt werden, dass Frauen, die die Antibabypille nehmen, im Vergleich zu Frauen, die darauf verzichten, ein leicht erhöhtes Risiko haben, an Brustkrebs zu erkranken. Brustkrebs zählt zu den häufigsten Krebsarten bei Frauen in Deutschland. Hier zeigte sich, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Sexualhormonspiegel im Körper der Frau und dem Risiko für Brustkrebs gibt. Durchschnittlich sind Frauen, die die Antibabypille nehmen, den vierfach erhöhten Hormonmengen ausgesetzt. Weitere Nebenwirkungen von hormonellen Verhütungsmitteln können Migräne, Depressionen, Stimmungsschwankungen, Gereiztheit sowie Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen sein.

Du lernst deinen Zyklus genau kennen

Voraussetzung für eine natürliche Verhütung ist das genaue Kennenlernen deiner Zyklusbeschaffenheit. Nur wenn du weißt, wann deine fruchtbaren und unfruchtbaren Tage sind, kannst du dieses Wissen für die natürliche Verhütung nutzen und während der fruchtbaren Tage entweder enthaltsam sein oder mit einem Kondom verhüten. Studien zeigen aber, dass die wenigsten Frauen wissen, wie ihr Zyklus tickt. Die Annahme, der Eisprung sei in der Zyklusmitte, ist längst veraltet. Vielmehr konnte gezeigt werden, dass 70% aller Frauen nicht diesem Standard entsprechen. Ihr individueller Zyklus ist kürzer oder länger und dennoch vollkommen gesund. Ein Eisprung findet ebenfalls statt, nur an einem anderen Tag und so gut wie nie in der Zyklusmitte. Durch die genaue Beschäftigung mit deinem Zyklus lernst du, deine Körpersignale richtig zu deuten und weißt genau, wo du gerade im Zyklus stehst. Darüber hinaus lernst du, die Stärken und Vorteile der einzelnen Zyklusphasen im Alltag besser für dich zu nutzen.

Dein Körperbewusstsein verbessert sich

Durch die genaue Beobachtung deines natürlichen Zyklus lernst du dich und deinen Körper sehr gut kennen. Dadurch erlangst du ein positives Gespür für deinen Körper und dessen Bedürfnisse und kannst im Einklang mit deinem Zyklus leben. So lernst du die Stärken der einzelnen Zyklusphasen besser für dich zu nutzen. Viele Frauen blühen in der ersten Zyklushälfte auf, sind energiegeladen und kreativ. Während deiner fruchtbaren Tage liebst du vielleicht den Austausch mit anderen, fühlst dich stark, unbesiegbar und attraktiv. Du fühlst dich, als wäre nichts unmöglich!

In der Lutealphase erleben viele Frauen einen Abfall ihrer Leistungsfähigkeit, vielen machen hier prämenstruelle Symptome (PMS) zu schaffen. Während deiner Menstruation benötigst du vielleicht Ruhe und Zeit zur Reflexion. Das Wissen über die Bedürfnisse deines Körpers kannst du ganz bewusst im Alltag positiv für dich nutzen und so auch mehr Leichtigkeit erlangen. Lege z.B. wichtige berufliche Termine (falls möglich) in die erste Zyklusphase, wenn du dort die meiste Energie hast. Versuche während deiner Menstruation zur Ruhe zu kommen. Es ist vollkommen normal, dass du hier nicht so leistungsfähig bist. Was dir in welcher Zyklusphase besonders guttut und was nicht, musst du für dich selbst herausfinden.

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