Die klassische Temperaturmethode

Was ist die klassische Temperaturmethode?

Die klassische Temperaturmethode ist eine natürliche Verhütungsmethode, bei der der Eisprung anhand des Anstiegs der morgendlichen Basaltemperatur erkannt wird. Während und nach dem Eisprung erhöht sich die Körpertemperatur durch Progesteron hormonell um etwa 0,25–0,5 °C. Dieser Temperaturanstieg markiert die letzten fruchtbaren Tage im aktuellen Zyklus und zeigt zuverlässig an, dass der Eisprung bereits stattgefunden hat.

Die Basaltemperatur ist dabei die niedrigste Körpertemperatur eines 24-Stunden-Rhythmus und entsteht typischerweise während des nächtlichen Schlafs. Sie bildet den Ausgangspunkt der Temperaturkurve, anhand derer Veränderungen über den gesamten Zyklus sichtbar werden. Durch das tägliche Erfassen dieses Ausgangswerts lässt sich nachvollziehen, wann der Übergang von der tieferen in die höhere Temperaturphase erfolgt.

In der praktischen Anwendung wird die Basaltemperatur meist direkt nach dem Aufwachen und noch vor dem Aufstehen gemessen, um möglichst konstante Bedingungen zu gewährleisten. Zeigt die Temperatur nach dem Eisprung über mindestens drei aufeinanderfolgende Tage ein erhöhtes Niveau, spricht dies für einen sicheren Temperaturanstieg – und damit für das Ende der fruchtbaren Phase in diesem Zyklus.

 

Temperaturverlauf im Zyklus

Der Temperaturverlauf im weiblichen Zyklus lässt sich grob in zwei Phasen einteilen: die tiefere Follikelphase vor dem Eisprung und die höhere Lutealphase danach. Vor dem Eisprung bleibt die Basaltemperatur meist auf einem relativ konstanten, niedrigeren Niveau. Sobald der Eisprung stattgefunden hat, steigt die Temperatur typischerweise um 0,25–0,5 °C an und bleibt bis zum Zyklusende erhöht. Diese Zweiphasigkeit der Temperaturkurve ist ein zentrales Erkennungsmerkmal eines ovulatorischen Zyklus und hilft dabei, nachträglich zu bestätigen, ob ein Eisprung stattgefunden hat.

Rolle des Progesterons

Progesteron spielt eine entscheidende Rolle im Temperaturanstieg nach dem Eisprung. Das Hormon wird vom Gelbkörper in der Lutealphase produziert und beeinflusst das Wärmeregulationszentrum im Gehirn. Dadurch steigt die Körpertemperatur leicht an, was zur charakteristischen Hochlage der Basaltemperatur führt. Diese hormonelle Wirkung ermöglicht es, den Eisprung anhand des Temperaturanstiegs zuverlässig nachzuweisen – auch dann, wenn keine zusätzlichen Symptome beobachtet werden.

So bestimmst du den Eisprung mit der Temperaturmethode

Um mit der Messung der Basaltemperatur den Eisprung zu bestimmen, muss immer zur gleichen Zeit an der gleichen Stelle mit einem digitalen Basalthermometer (2 Stellen nach dem Komma) gemessen werden. Die genauste Temperatur ist die Körpertemperatur. Eine Messung der Körpertemperatur kann oral, vaginal oder rektal erfolgen. Anschließend werden die Daten in ein Zyklusblatt, eine Zyklusapp oder einen Zykluscomputer übertragen und ausgewertet.

Voraussetzungen für genaue Messergebnisse

Damit die Temperaturmethode zuverlässige Ergebnisse liefert, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Die Basaltemperatur sollte täglich direkt nach dem Aufwachen und noch vor dem Aufstehen gemessen werden – idealerweise immer zur gleichen Uhrzeit und nach mindestens drei bis vier Stunden ununterbrochenem Schlaf. Da Faktoren wie unregelmäßiger Lebensstil, Schichtdienst, Reisen, Zeitverschiebungen, Alkohol, Stress oder nächtliches Aufwachen die Temperatur leicht verfälschen können, ist die Methode sehr störanfällig.

Viele Frauen empfinden zudem Druck, die „perfekte“ Messzeit nicht zu verpassen oder ausreichend geschlafen zu haben. Dadurch eignet sich die Temperaturmethode vor allem für Frauen mit einem sehr regelmäßigen Tagesablauf und stabilen Zyklen. Da täglich nur ein einzelner Messwert erhoben wird, lässt sich der Zyklus nicht vollständig abbilden – was bei Unregelmäßigkeiten zu Unsicherheiten führen kann.

Weiterführende Infos: Frauenärzte-im-Netz.de – Fruchtbare Tage selbst bestimmen

Wie sicher ist die Temperaturmethode? (Pearl Index)

Bei perfekter Anwendung, d.h. kein Sex in der Zeit vor dem Eisprung, einem regelmäßigen Lebensstil und disziplinierter täglicher Messung hat die klassische Temperaturmethode einen Pearl Index von 0,8 bis 3.* Das heißt, 0,8 – 3 von 100 Frauen werden innerhalb eines Jahres ungewollt schwanger. In typischer Anwendung ist diese Methode unsicherer und es kommt zu deutlich mehr nicht gewollten Schwangerschaften.

*Leitlinie Empfängnisverhütung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG).2004. Hier geht’s zur aktuellen Leitlinie Nicht hormonelle Empfängnisverhütung.

Moderne Weiterentwicklung der Temperaturmethode: OvulaRing

Das Messen deiner Temperatur wird mit OvulaRing sehr viel einfacher. Die Ergebnisse sind auch wesentlich genauer und Messfehler sind praktisch ausgeschlossen. Du musst weder morgens ans Messen denken, noch die Werte deiner Temperatur übertragen oder Kurven deiner Temperatur auswerten.

Durch die hochauflösende Messung alle 5 Minuten, 288 mal am Tag, kann OvulaRing deinen Zyklus komplett abbilden und liefert auch bei unregelmäßigen Zyklen und Lebensstilen präzise Ergebnisse. Dabei ist es egal wie viel du geschlafen hast, wann du morgens aufstehst, ob du im Schichtdienst arbeitest oder zwischen verschiedenen Zeitzonen reist. So kann dich OvulaRing bei der Ausübung der Temperaturmethode optimal unterstützen und diese für dich deutlich sicherer machen.

OvulaRing im Vergleich mit anderen Methoden

OvulaRing

Ovulationstest

Basaltemperaturmessung

Zykluscomputer

Zyklusapps

Verbesserte Temperaturmethode mit OvulaRing

OvulaRing ist eine patentierte medizinische Methode, um deinen Zyklus genau zu vermessen. Der Temperatursensor misst rund um die Uhr deine Temperatur im Körperinneren. Somit wirst du optimal dabei unterstützt, deinen Zyklus genau zu beobachten. OvulaRing ist für alle Zyklustypen geeignet und so einfach anzuwenden, wie ein Tampon.

Häufige Fragen zur Temperaturmethode

Die klassische Temperaturmethode hat einen Pearl Index von etwa 0,8–3 bei perfekter Anwendung. In der typischen Anwendung ist sie deutlich unsicherer, weil viele Alltagsfaktoren die morgendliche Messung verfälschen können.
Die Temperaturmethode erkennt den Eisprung nicht im Voraus, sondern erst rückblickend, nachdem die Temperatur an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen erhöht geblieben ist.
Sie eignet sich vor allem für Frauen mit regelmäßigem Lebensstil, stabilem Schlafrhythmus und gleichmäßigen Zyklen. Bei Schichtarbeit, Schlafstörungen oder unregelmäßigem Zyklus ist sie weniger zuverlässig.

Schlafmangel, Stress, Alkohol, Reisen, Zeitverschiebungen, spätes Zubettgehen, Krankheit, Medikamente und nächtliches Aufwachen können die Basaltemperatur beeinflussen und das Messergebnis verfälschen.

Die Temperaturmethode basiert ausschließlich auf der Basaltemperatur.
Die symptothermale Methode kombiniert die Temperaturmessung mit einem zweiten Körpersignal, meist dem Zervixschleim, und gilt dadurch als deutlich sicherer.

Hast du noch Fragen zur OvulaRing Temperaturmethode?

OvulaRing Kundendienst