LH
Definition
LH (luteinisierendes Hormon) wird in der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) gebildet und löst den Eisprung aus.
In der ersten Zyklusphase liegt der LH-Spiegel eher niedrig und steigt kurz vor dem Eisprung sprunghaft an – dieser sogenannte LH‑Peak löst die Ovulation aus. Nach dem Eisprung sorgt LH dafür, dass aus dem gesprungenen Follikel der Gelbkörper entsteht, der vor allem Progesteron bildet und so die Gebärmutterschleimhaut für eine mögliche Einnistung vorbereitet.
LH kann im Urin gemessen werden und bildet die Grundlage für viele Ovulationstests, die den ansteigenden LH‑Spiegel nutzen, um die fruchtbare Phase anzuzeigen. Dabei ist wichtig, dass die absolute LH‑Konzentration von Frau zu Frau unterschiedlich ist und im Tagesverlauf schwanken kann, was die Genauigkeit der Ovulationsbestimmung einschränken und zu falsch‑negativen oder falsch‑positiven Ergebnissen führen kann.
Synonyme
Luteinisierendes Hormon, LH-Peak, LH-Wert