Exakte und einfache Zyklusdiagnostik mit OvulaRing – auch bei PCOS möglich
Das Polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS) zählt zu den häufigsten hormonell bedingten Störung von Frauen im reproduktiven Alter. In Europa leiden etwa 4-12% der Frauen im gebärfähigen...
Von: Anne Alexander
Das Polyzystisches Ovarsyndrom (PCOS) zählt zu den häufigsten hormonell bedingten Störung von Frauen im reproduktiven Alter. In Europa leiden etwa 4-12% der Frauen im gebärfähigen Alter am PCO-Syndrom, allein in Deutschland sind etwa 1 Million Frauen betroffen. Viele davon sind Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch.
Verschiedene Studien1 zum hormonellen Verlauf des weiblichen Zyklus zeigen, dass jede Frau ganz individuelle Zyklusmuster hat und die jeweiligen hormonellen Abläufe Besonderheiten aufweisen, welche den Zyklus individuell physiologisch charakterisieren.
Frauen mit PCOS haben häufiger Eisprünge als angenommen
In Studien² konnte nachgewiesen werden, dass über ein Drittel der Frauen, die mit PCOS diagnostiziert wurden, einen Eisprung hatten und auf natürliche Weise schwanger werden können. Weiter wurde bestätigt, dass 15% dieser Frauen sogar regelmäßig einen späten Eisprung nach dem 36. Tag haben. Nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist demnach die Anzahl von Zyklen ohne Eisprung bei PCOSlerinnen nicht so hoch wie bisher angenommen! Allerdings bleiben späte Eisprünge häufig unentdeckt. Betroffene Frauen werden daher oft zu schnell vom behandelnden Arzt ins Kinderwunschzentrum überwiesen, obwohl sie spontan schwanger werden könnten.
Mit OvulaRing können Betroffene ganz einfach herausfinden, wie ihr individueller Zyklus beschaffen ist und ob und wann sie einen Eisprung haben – egal, wie spät er sein mag. OvulaRing misst die Körperkerntemperatur rund um die Uhr automatisch und speichert 288 Temperaturwerte pro Tag. Auf dieser Grundlage werden fruchtbare Phase und Eisprünge präzise angezeigt.
Gerade bei PCOS ist es entscheidend, den Zyklus kontinuierlich zu beobachten, um späte, oftmals unentdeckte, Eisprünge „aufzuspüren“. Dies ist vor allem vor Hormonbehandlungen bzw.- eingriffen eine wichtige Information für die betroffenen Frauen.
Studien zu OvulaRing bei PCOS
Symptome bei PCOS
PCOS hat viele Facetten und verursacht unterschiedliche Symptome, die bei jeder Betroffenen unterschiedlich stark ausgeprägt sind, so dass es keine einheitliche Symptomatik gibt. So ist der Nachweis der namengebenden polyzystischen Ovarien allein für die Diagnosestellung „PCOS“ nicht nötig. Andererseits liegt beim Nachweis einer Polyfollikulie auch nicht immer zwingend ein PCOS vor. Treffen jedoch mindestens zwei der drei folgenden Symptome auf dich zu, kann das auf ein PCO-Syndrom hinweisen:
1. Polyzystische Ovarien
Im Ultraschall sind viele kleine Eibläschen in den Eierstöcken erkennbar, die die Ovarien auch vergrößern und dort teilweise als Zysten interpretiert werden.
2. Oligo-/Anovulatorische Zyklen
Die Zykluslänge kann mit über 35 Tagen bis hin zum kompletten Ausbleiben der Periode deutlich verlängert sein. In einem gesunden Zyklus wächst ein Follikel heran, der die reife und befruchtete Eizelle zum Zeitpunkt des Eisprungs in den Eileiter ausstößt. Ein hoher Spiegel männlicher Hormone, wie sie beim PCO-Syndrom häufig vorliegt, beeinträchtigt diesen Reifungsvorgang. Es entstehen lediglich zahlreiche unreife Vorstufen, die sich nicht weiterentwickeln und die zystische Umwandlung der Eierstöcke verursachen.
3. Übermäßige Androgenproduktion
Typische Merkmale für eine Vermännlichung der Körper- und Geschlechtsmerkmale sind abnormaler Haarwuchs an ungewöhnlichen Stellen (z.B. im Gesicht, am Rücken, der Brust oder dem Bauch), Überproduktion von Hautfett durch die Talgdrüsen, Akne sowie Haarausfall.
Ursachen des PCO-Syndroms
Die Forschung hat gezeigt, dass sowohl genetische Faktoren, als auch Umwelteinflüsse eine bedeutende Rolle spielen können. Charakteristisch bei der Entwicklung des PCO-Syndroms ist ein Hormonungleichgewicht. Betroffen sind vor allem die männlichen Sexualhormone, sogenannten Androgene, sowie das luteinisierende und follikelstimulierende Hormon (LH und FSH) der Hirnanhangdrüse. Auch Übergewicht scheint bei der Entstehung des PCO-Syndroms eine entscheidende Rolle zu spielen. Häufig geht Übergewicht mit einer Insulinresistenz einher. Die Eierstöcke reagieren dann auf den erhöhten Insulinspiegel mit einer geringeren Umwandlung der Androgenen in Östrogene.
Weitere mögliche Folgen eines PCO-Syndroms: Zystenbildung an den Eierstöcken, Zyklen ohne Eisprung, unregelmäßige Zyklen, sehr lange Zyklen, Sterilität, Ausbleiben der Regelblutung, Adipositas, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ungewöhnlich starke Behaarung an ungewöhnlichen Stellen, Diabetes mellitus Typ 2, Haarausfall, Akne, erhöhte Testosteronwerte, psychische und soziale Probleme sowie eine massive Einschränkung im Bereich der Lebensqualität.
Wenn du von PCOS betroffen und unsicher bist, ob und wann du Eisprünge hast, kannst du OvulaRing nutzen. Auch späte Eisprünge werden dir ganz präzise angezeigt. Denn vielleicht klappt es ja bald ganz natürlich mit der Erfüllung des Babywunsches? Wir unterstützen dich gern dabei!
Literatur
1 Direito A et al. (2012). Relationships between the luteinizing hormone surge and other characteristics of the menstrual cycle in normally ovulating women. Fertil Steril. doi: 10.1016/j.fertnstert.2012.08.047. Epub 2012 Sep 19.
² Der Privatarzt Gynäkologie, Medizin & Management. 2014. Sonderbericht: Zeitpunkt der Ovulation. Die fortlaufende Messung der Körperkerntemperatur gewährleistet zuverlässige Aufschlüsse; 3: S. 16-17