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Was beeinflusst meine Fruchtbarkeit?

Einige Frauen werden schon beim ersten Versuch schwanger, bei anderen dauert es einige Zeit, bis der Schwangerschaftstest das gewünschte Ergebnis anzeigt. Neben offensichtlicheren Faktoren wie dem gesundheitlichen Zustand sind es nicht selten andere Gründe, an die man nicht unbedingt denkt, welche die eigene Fertilität beeinflussen können. Wir haben ein paar Faktoren für dich zusammengetragen, die deine Fruchtbarkeit maßgeblich beeinflussen können:

Die biologische Uhr

Das günstigste Alter für das Eintreten einer Schwangerschaft liegt für Frauen zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr. Bereits ab 30 sinkt die Fruchtbarkeit leicht, ab 35 deutlich und ab 45 ist die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, nur noch sehr gering. Entscheidend dafür, wie lang eine Frau Kinder bekommen kann, ist das Eizellendepot in den Eierstöcken. Während die Frau bei ihrer Geburt über eine Millionen unreifer Eizellen verfügt, sinkt die Anzahl bis zum 37. Lebensjahr auf etwa 25 000. Die Anzahl der Eizellen mit Chromosomenschäden hingegen nimmt zu. Bei Männern verringert sich die Anzahl der befruchtungsfähigen Spermien ab dem 40. Lebensjahr. Ein weiteres Problem können die mit dem Alter zunehmend auftretenden Erektionsstörungen sein.

Ernährung und Gewicht

Sowohl stark unter- als auch übergewichte Frauen haben es schwerer, schwanger zu werden. Grund hierfür ist die Stoffwechselaktivität des Fettgewebes, welche den Hormonhaushalt durcheinanderbringt und zu Funktionsstörungen führen kann. Vereinfacht gesagt steigt mit der Masse des Fettgewebes die Produktion von Östrogen, was in Zyklusstörungen oder dem Ausbleiben der Regeblutung resultieren kann. Nimmt man jedoch dauerhaft weniger Kalorien zu sich, als der Körper benötigt, verlangsamt der Organismus die Verbrennung von Nährstoffen und fährt die nicht unbedingt lebensnotwendigen Körperfunktionen, beispielsweise die Fortpflanzungsfähigkeit, herunter. Bereits nach zwei Wochen ohne feste Nahrungszunahme kann der Monatszyklus aussetzen. Auch die Zusammensetzung der Nahrung spielt eine Rolle. Eine sehr kohlenhydratreiche, vegetarische Diät führt häufiger zu Zyklusstörungen als eine ausgewogene mediterrane Ernährung.

Stress

Sei es ein herausfordernder Job, ein voller Terminkalender, dauerhafter Lärm oder eine starke psychisch-mentale Belastung – Stress hat viele Gesichter und wird von Mensch zu Mensch anders wahrgenommen und auch verarbeitet. Fakt ist jedoch, dass zu viel Stress krank machen kann, bei Frauen häufig zu Zyklusstörungen führt und sogar den Eisprung unterdrücken kann. Beim Mann wird bei anhaltendem Stress die Samenproduktion gehehemmt. Leider lässt sich Stress nicht (immer) vermeiden, jedoch ist es sinnvoll, den eigenen Lebensstil zu überdenken, Ruhephasen zu schaffen und sich generell weniger vorzunehmen.  Körperliche Bewegung, gesunde Ernährung und Entspannungstechniken können helfen, einen Ausgleich zu schaffen und Stress gegenüber resilient(er) zu werden.

Sport und Umwelteinflüsse

Hitze, vor allem eine Überhitzung der Hoden, z.B. durch intensiven Radsport oder das Tragen (zu) enger Jeans, führt bei Männern zu einer schlechteren Samenqualität und -produktion. Bei der Frau kann Leistungssport, bzw. andauernde intensive körperliche Anstrengung jeglicher Art, das Ausbleiben der Monatsblutung oder des Eisprungs zu Folge haben. Auch ein ständig hoher Lärmpegel scheint die Fruchtbarkeit der Frau negativ zu beeinflussen. Industrieschadstoffe und Umweltgifte wie Schwermetalle oder Pestizide schädigen prinzipiell ebenfalls die Fruchtbarkeit.

Alkohol

Hoher Alkoholkonsum beeinflusst die Fruchtbarkeit sowohl von Männern als auch von Frauen. Alkoholabhänge Frauen leiden häufig unter Zyklusstörungen, während sich bei Männern neben der Potenz auch die Spermienproduktion und -beweglichkeit vermindert. Die Störungen normalisieren sich jedoch nach dreimonatiger Abstinenz.

Nikotin

Dass Rauchen in der Schwangerschaft ein großes Risiko darstellt, ist allgemein bekannt. Doch nicht jede Frau ist sich bewusst, dass Rauchen bereits das Schwangerwerden beeinflusst. Zum einen wirken sich die Schadstoffe auf den Hormonhaushalt sowie die Eierstockfunktion aus, wodurch die Eizellreifung beeinträchtigt wird. Zudem steigt das Risiko von Fehlgeburten. Zum anderen beeinflusst das Rauchen bei Männern die Spermienanzahl und deren Beweglichkeit negativ.

Koffein

Auch koffeinhaltige Getränke wie Kaffee können die Fruchtbarkeit von Frauen hemmen. Obwohl Koffein für seine aufputschende Wirkung bekannt ist, hemmt er die Befruchtung, indem die Muskelaktivität in der Eileiterwand gemindert wird. Durch die gebremsten Muskelkontraktionen gelangt die Eizelle langsamer in die Gebärmutter, was eine Befruchtung verhindern kann. Zudem ist Koffein in großen Maßen auch während der Schwangerschaft schädlich, daher sollte der Kaffeekonsum stark reduziert werden.

 

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