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Möchtest Du natürlich verhüten?

Viele Frauen wünschen sich eine hormonfreie Verhütung, denn im Gegensatz zu hormonellen Verhütungsmitteln hat sie keinerlei Einfluss auf die natürlichen Abläufe im Körper. Grundlage der natürlichen Verhütung ist die genaue Beobachtung der weiblichen Körperzeichen, die sich im Laufe des Zyklus verändern.

Die symptothermale Methode

Bei der symptothermalen Methode werden Veränderungen des Zervixschleims und der Körperkerntemperatur im Zyklus genau beobachtet. Durch die kombinierte Beobachtung, Dokumentation und Auswertung beider Symptome können die fruchtbaren Tage mit ein wenig Übung genau bestimmt werden. Möchte man natürlich verhüten, muss man in dieser Phase entweder sexuell enthaltsam sein oder mechanische Verhütungsmittel wie Kondom oder Diaphragma verwenden.

Wie verändert sich der Zervixschleim im Verlauf des Zyklus?

Das Sekret bildet den Schleimpfropf des Gebärmutterhalskanales und verändert sich während des Menstruationszyklus durch hormonelle Veränderungen in Menge und Konsistenz. Die Funktion des Zervixschleims ist es, das Eindringen von Krankheitserregern in die Gebärmutter an unfruchtbaren Tagen zu verhindern und die Spermien an fruchtbaren Tagen optimal aufzunehmen.
Nach der Menstruationsblutung wird zunächst kein Sekret gebildet und die Scheide fühlt sich trocken an. An den folgenden Tagen macht sich der Zervixschleim nur als „feuchtes Gefühl“ bemerkbar, ist aber häufig am Scheideneingang nicht sichtbar. Wenig später verändert er sich zu klebrig, zäh, dick und klumpig. Zu diesem Zeitpunkt bist Du nicht fruchtbar. Je näher die Ovulation rückt, desto mehr Östrogen wird gebildet und die Quantität und Qualität verändert sich zunehmend. Das Sekret wird erst cremig/weißlich (nicht fruchtbar) und verändert sich zu dünnflüssig/ wässrig (fruchtbar) und schließlich zu eiweißartig, durchsichtig/ dünnflüssiger und zwischen Daumen und Zeigefinger spinnbar (sehr fruchtbar). Der letzte Tag mit der individuell besten Zervixschleimqualität wird als Höhepunkt des Zervixschleimsymptoms bezeichnet und kennzeichnet die fruchtbarste Phase.
Durch die abfallende Östrogen- und ansteigende Progesteronkonzentration wird der Zervixschleim am nächsten Tag schon deutlich minderwertiger und nimmt auch mengenmäßig wieder stark ab. Es ist jetzt nur noch wenig oder überhaupt kein Sekret mehr sichtbar oder fühlbar.
Man beobachtet den Zerxixschleim immer tagsüber und dokumentiert abends in einem Zyklusblatt nach den Kriterien Empfinden, Fühlen und Sehen die Beschaffenheit des Sekrets. So wie jede Frau ein individuelles Zyklusmuster aufweist, so scheint es auch von Frau zu Frau individuelle Zervixschleimmuster zu geben.
Das Ende der fruchtbaren Phase ist vom Umschwung der Zervixschleimqualität und dem Anstieg der Körperkerntemperatur gekennzeichnet.

Wie verändert sich die Temperatur im Verlauf des Zyklus?

Ein gesunder weibliche Zyklus unterteilt sich in 2 Phasen: Die erste Zyklushälfte,  die sogenannte Follikelphase, beginnt mit dem Eintritt der Menstruation und endet mit dem Eisprung. Die zweite Zyklushälfte, die Luteal- oder Gelbkörperphase, beginnt mit dem Eisprung und dauert bis zum Beginn der nächsten Menstruation an.

Nach dem Eisprung erfolgt ein Temperaturanstieg von 0,2 – 0,5 °C. Dieser Temperaturanstieg wird durch das Hormon Progesteron ausgelöst, welches nach dem Eisprung im zurückbleibenden Gelbkörper gebildet wird. Ein gesunder Zyklus ist also in eine Temperaturtieflage, die die Zeit vor dem Eisprung und in eine Hochlage, die Zeit nach dem Eisprung eingeteilt. Bleibt die Temperatur im Zyklus 2-3 Tage erhöht, kann man sicher sein, dass der Eisprung stattgefunden hat. Da die Eizelle nur etwa 24 Stunden befruchtungsfähig ist, ist damit auch die fruchtbare Phase vorbei. Bei den meisten Frauen wird der Eisprung übrigens durch ein Temperaturtief eingeleitet.

Wie kann OvulaRing die natürliche Verhütung unterstützen?

OvulaRing ist eine Methode zur exakten Bestimmung der fruchtbaren Tage und kann somit die natürliche Verhütung optimal unterstützen. Um mit der Messung der Basaltemperatur den Eisprung zu bestimmen, muss immer zur gleichen Zeit an der gleichen Stelle gemessen werden. Die genauste Temperatur ist die Körperkerntemperatur. Eine Messung der Körperkerntemperatur kann oral, vaginal oder rektal erfolgen. Für präzise Messergebnisse, sollte man jedoch jede Nacht die gleiche Anzahl an Stunden geschlafen haben. Nicht nur deshalb ist die allmorgendliche Messung der Basaltemperatur sehr störanfällig.  Vor allem ein unregelmäßiger Lebensstil, Schichtdienst, Reisen, Alkoholkonsum, Stress, schlechte Schlafqualität, z.B. durch wach werdende Kinder, spätes Zubettgehen etc. nehmen direkt Einfluss auf die Messgenauigkeit und können die Ergebnisse sehr leicht verfälschen. Außerdem fühlen sich Frauen oft gestresst, wenn sie an das morgendliche Messen denken und haben Angst, die korrekte Zeit des Temperaturmessens zu verpassen oder nicht gut genug geschlafen zu haben, um ein valides Messergebnis zu erzielen. Daher ist diese Messvariante nur für sehr disziplinierte Frauen mit einem regelmäßigen Lebensstil geeignet.

Da OvulaRing rund um die Uhr Deine Körperkerntemperaturwerte aufzeichnet, kannst Du den Temperaturanstieg nach dem Eisprung sehr genau erkennen, auch, wenn Du einen unregelmäßigen Zyklus oder Lebensstil hast. Mess- und Interpretationsfehler sind durch die kontinuierliche und automatische Aufzeichnung Deiner Körperkerntemperatur und die Auswertung durch die Software nahezu ausgeschlossen. Voraussetzung für eine sichere natürliche Verhütung ist jedoch immer die eigenverantwortliche Benutzung eines mechanischen Verhütungsmittels an den fruchtbaren Tagen. Vor allem während der ersten unsicheren Zyklusphase sollte auf Schutz oder Enthaltsamkeit geachtet werden. Um die Ergebnisse zur Unterstützung der natürlichen Verhütung abzusichern, empfehlen wir zusätzlich die Beobachtung des Zervixschleims. Die Ergebnisse können in die Software eingetragen und somit jederzeit besser im Blick behalten werden.

Die Temperaturmessung wurde mit OvulaRing objektiviert und vereinfacht. Die Frau muss weder ans morgendliche Messen denken, noch Temperaturwerte übertragen oder Temperaturkurven interpretieren. Durch die hochauflösende Messung aller 5 Minuten, 288mal am Tag, liefert OvulaRing präzise Ergebnisse auch bei unregelmäßigen Zyklen und Lebensstilen und kann Dich daher bei der natürlichen Verhütung optimal unterstützen!

 

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