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“Lass mich deine Droge sein.”

Kuscheln, Zweisamkeit und Sex sind nicht nur gut für die Seele, sondern halten auch noch gesund. So wirkt sich körperliche Nähe positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus, stärkt das Immunsystem, trägt zum Stressabbau bei und reduziert Angst. Zusätzlich werden die mentale Vitalität und das allgemeine Wohlbefinden angekurbelt! Wir baden in einem Wechselbad der Gefühle: von erregt, glückselig berauscht und tiefenentspannt, ist alles dabei! Na dann, ab ins Bett!

Doch welche Mechanismen stecken eigentlich hinter unseren Gefühlen? Welche Hormone sind dafür verantwortlich? Wir haben hier eine Liste für Euch zusammengestellt:

Vor dem Sex und währenddessen:

Adrenalin oder mit Herzrasen voll dabei: Adrenalin ist eigentlich ein Stresshormon und wird ständig in den Nebennieren produziert. Es wirkt auf Stoffwechsel und Kreislau

f. Beim Sex wird es mit steigender Erregung produziert. Es bewirkt ein Ansteigen des Blutzuckerspiegels, die Muskelaktivität wird heraufgesetzt, der Blutdruck steigt an und der Herzschlag beschleunigt sich.

Der Orgasmus, die Dopaminexplosion: Dopamin steht in Verbindung mit sexueller Erregung. Im Belohnungszentrum unseres Gehirns hat Dopa

min Einfluss auf den Grad unserer Zufriedenheit und des Wohlbefindens. Wenn wir durch intimen Körperkontakt sexuell erregt sind, steigt der Dopaminspiegel an und beim Orgasmus erleben wir schließlich eine regelrechte Dopamin-Explosion. Das erzeugt einen Zustand von Ausgeglichenheit und Glück.

DHEA, das unerforschte Superhormon: DHEA (Dehydroepiandrosteron) ist die Vorstufe vieler unterschiedlicher Sexualhormone sowohl beim Mann als auch bei der Frau. In den USA gilt es als eine Art Superhormon, dass viele positive Effekte auf die Sexualität haben soll. Über seine genaue Wirkungsweise ist bisher aber noch wenig bekannt. So soll es bspw. die Empfindsamkeit in Brüsten und Genitalien als auch das Verlangen und die Erektionsfähigkeit steigern.

 

Währenddessen und danach:

Endorphine, die Glückshormone: Die beim Sex ausgeschütteten Endorphine sorgen für ein Stimmungshoch, weshalb sie auch als Glückshormone bezeichnet werden. Darüber hinaus lindern sie sogar akute und chronische Schmerzen, deshalb die Bezeichnung „endogene Morphine“. Endorphine werden nicht nur beim Sex, sondern auch bei Streicheleinheiten, positiven Gedanken oder bei sportlichen Anstrengungen ausgeschüttet.

Östrogene und Progesteron, die weiblichen Hormone: Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen sorgt bei der Frau dafür, dass die Scheide bei sexueller Erregung feuchter wird und sich die Gebärmutter aufrichtet. Zudem wird durch Ösrogene bei Mann und Frau der Beckenbodenbereich mit dem Schambein-Steißbein-Muskel (PC-Muskel) besser durchblutet sowie der Tast- und Geruchssinn gestärkt.

Testosteron, das männliche Hormon: Sexualität ohne das Lusthormon Testosteron ist undenkbar. Es sorgt generell für die Lust bei Mann und Frau. Beim Mann sorgt das Hormon zudem für die Vermehrung der Muskelmasse und die Senkung des Cholesterinspiegels. Bei der Frau wird das Testosteron zum Großteil in Östrogen umgewandelt.

Oxytocin, das Kuschelhormon: Es wurde viel zum sogenannten Kuschelhormon Oxytocin geforscht. Erst galt es als typisches Frauenhormon, welches für die Kontraktion der Gebärmutter bei der Geburt und für den Milchfluss beim Stillen verantwortlich ist. Doch es kann vielmehr: Es bringt die Lust beim Orgasmus und stärkt Vertrauen und macht bindungsfähiger – auch bei Männern. Dabei hat Oxytocin eine Rückkoppelungswirkung, d.h. Ursache und Wirkung sind kaum zu trennen. So fördert das Hormon nicht nur das Kuscheln, sondern wird auch selbst vermehrt durch wohlige Gefühle ausgeschüttet.

 

Nach dem Sex:

Serotonin, das Hormon der Glückseligkeit: Das Hormon Serotonin wird verstärkt beim Sex gebildet und ist bestimmend für die Entspannungsphase nach dem Orgasmus. Das Paar fühlt sich wohl und ausgeglichen und befindet sich in einen Zustand entspannter Zufriedenheit sowie postkoitaler Müdigkeit.

Prolaktin, das Entspannungshormon und die postkoitale Müdigkeit: Prolaktin wird ähnlich wie Serotonin beim Sex vermehrt gebildet. Es hilft körperliche und seelische Anspannungen abzubauen. Das Hormon hemmt die Wirkung des Botenstoffs Dopamin, der mit sexueller Erregung in Verbindung steht.

 

Gut zu wissen:

Solltest du Kinderwunsch haben, hat der Orgasmus durchaus einen Einfluss auf die Empfängnis. Denn durch die Gebärmutterkontraktionen wird das Sperma angesaugt und der Eizelle entgegengesandt. Hintergrund ist auch, dass insbesondere um den Eisprung herum eine erhöhte Östradiol-Konzentration besteht, die die Kontraktionsfähigkeit der Gebärmutter erhöht. Mehr dazu findet ihr in unseren FAQ’s.

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