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“Ich dachte, die Schmerzen sind ganz normal”

Wir befinden uns mitten im Endometriosemonat März. Aber auch nach diesem Monat, der dabei helfen soll, mehr Bewusstsein für diese so häufige und sehr schmerzhafte Erkrankung in der Öffentlichkeit zu schaffen und darüber aufzuklären, geht das Leiden weiter. Eine von zehn Frauen ist betroffen, 200 Millionen weltweit. Unsere liebe Carlotta, die bei OvulaRing für die Ansprache und Betreuung von Ärzten verantwortlich ist, erzählt euch heute ihre ganz persönliche Geschichte.

Hi, ich bin Carlotta und ich bin #einevonzehn.

Das erste Mal, als ich starke Menstruationsschmerzen hatte, war ich 17. Davor hatte ich mich schon einige Male während meiner Periode unwohl gefühlt, großartig eingeschränkt hat es mich aber nicht. Zu dieser Zeit fing es auch an, dass ich wegen meiner Schmerzen nicht in die Schule gehen konnte. In der Apotheke habe ich mir dann ein Medikament gegen Periodenschmerzen besorgt, so dass ich damit umgehen konnte.

Für etwa 5 Jahre habe ich meine Regelschmerzen nicht wirklich hinterfragt. Ich dachte, solche Schmerzen wären normal. Zuhause mit der Wärmflasche war es ja erträglich und wenn ich etwas vorhatte, wusste ich ja, welche Medikamente ich nehmen kann. Im Studium habe ich angefangen, hier bei OvulaRing und der VivoSensMedical zu arbeiten. Durch OvulaRing habe ich mich mehr mit meinem eigenen Körper auseinandergesetzt und mir wurde bewusst, dass viele Frauen kaum Periodenschmerzen haben. Durch einen Selbsttest fand ich heraus, dass ich wahrscheinlich von Endometriose betroffen bin.

Allerdings dachte ich bei Endometriose an sehr starke Krankheitsbilder mit Ohnmacht, Notaufnahme und OPs. Meine Schmerzen hatte ich weiterhin mit Schmerzmitteln im Griff. Mit der Zeit bemerkte ich aber Nebenwirkungen der Schmerzmittel, daher wollte ich es ohne probieren – das endete mit so starken Krämpfen, dass ich weinend auf dem Badezimmerboden lag. Daraufhin habe ich angefangen, mehr Sport zu treiben und mich gesünder zu ernähren. Mir hat vor allem Spazierengehen und leichtes Joggen sowie der Verzicht auf Milchprodukte geholfen. Dadurch wurden die Schmerzen zwar weniger, ganz und gar umstellen wollte ich meine Ernährung aber auch nicht und daher ging es nie ganz ohne Schmerzmittel.

Ende 2019, also knapp 3 Jahre später, wurden die Schmerzen dann allerdings wieder so stark, dass ich selbst mit Schmerzmitteln stark eingeschränkt war. Daher habe ich mich für eine Hormonspirale entschieden. Das war vor etwa einem Jahr. Mittlerweile brauche ich keine Schmerzmittel mehr und meine Periode lässt sich mit einer Wärmflasche gut ertragen.

 

Hier findest du Hilfe und Beratung:

Endometriose Vereinigung Deutschland https://www.endometriose-vereinigung.de/home.html

Endometriose verstehen https://www.jenapharm.de/service/endometriose.pdf

Was ist Endometriose? Endometriose Vereinigung Deutschland https://www.endometriose-vereinigung.de/was-ist-endometriose.html

Zertifizierte Endometriosetentren in Deutschland https://www.endometriose-vereinigung.de/zertifizierte-zentren.html

 

 

 

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