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Zyklusstörungen

Was sind Zyklusstörungen?

Zyklus- bzw. Menstruationsstörungen lassen sich in Tempo-/Rhythmusstörungen und Typusstörungen einteilen. Sie stellen erst dann ein Krankheitsanzeichen dar, wenn sie über einen längeren Zeitraum anhalten.

Eine individuelle Unterscheidung ist wichtig. Manche Frauen sind sehr empfindlich auf externe Einflüsse, andere haben stets einen regelmäßigen Zyklus, egal was in ihrem Leben passiert.

Welche Störungen gibt es?

(1) Rhythmusstörungen sind durch abweichende Blutungsintervalle gekennzeichnet. Hierzu gehören:

  • Ausbleiben der Menstruation über mehrere Monate oder vollständig ausbleibende Menstruation (Amenorrhö).
  • Verlängerter Menstruationszyklus (Oligomenorrhö): Die Menstruation zeigt eine normale Dauer und Stärke, aber ihr Intervall beträgt mehr als 31 Tage.
  • Verkürzter Menstruationszyklus (Polymenorrhö): Die Zykluslänge ist kürzer als 25 Tage, sodass die Menstruation zu früh einsetzt. Der Zyklus kann regelmäßig oder unregelmäßig verkürzt sein.

Liegt eine der Rhythmusstörungen vor kann durch die Temperaturaufzeichnungen mittels OvulaRing eine genauere Diagnose des gesundheitlichen Problems gestellt werden. Typisch bei unregelmäßigen Zyklen bzw. Zyklusstörungen sind eine verlängerte Follikelphase (Phase vor dem Eisprung) und/oder eine verkürzte Lutealphase (Phase nach dem Eisprung). Hinzu kommen gehäuft Zyklen ohne Eisprung.

So kann beispielsweise das Ausbleiben der Menstruation, ein verlängerter Menstruationszyklus oder Zyklen ohne Eisprung (anovulatorischer Zyklus) ein Hinweis auf das PCO-Syndrom sein. Oligo-/anovulatorische Zyklen gelten als eins von drei Kriterien bei PCOS.

Ein verkürzter Menstruationszyklus wiederum kann ein Hinweis auf eine Gelbkörperschwäche sein, wenn die zweite Zyklushälfte kürzer als 12 Tage ist.

Besprechen Sie grundsätzlich Zyklusbesonderheiten mit Ihrem Arzt, er wird Ihnen gut helfen können, um so mehr und genaue Informationen Sie ihm an die Hand geben können. Die Aufzeichnungen mittels OvulaRing sind dafür eine gute Grundlage.

(2) Auch Typusstörungen sind eine Art von Zyklusstörung. Bei Typusstörungen weicht die Blutungsstärke ab. Hierzu zählen:

  • Sehr starke Menstruation (Hypermenorrhö): Die Betroffenen benötigen aufgrund der starken Menstruation mehr als fünf Monatsbinden oder Tampons pro Tag. Oft finden sich im Regelblut größere Blutklümpchen (sog. Blutkoagula).
  • Schwache Menstruation (Hypomenorrhö): Die Menstruation dauert nur ein bis zwei Tage oder sogar nur ein paar Stunden. Häufig tritt auch nur eine Schmierblutung statt der Periode auf. Dies tritt oftmals bei Frauen, bei denen die Wechseljahre begonnen haben oder manchmal bei übergewichtigen Frauen auf.
  • Übermäßig lange Menstruation (Menorrhagie): Die Menstruation hat eine Dauer von mehr als sechs Tagen und ist sehr stark.
  • Unregelmäßige Menstruation (Metrorrhagie): Neben der normalen Menstruation kommt es zu unregelmäßigen Zwischenblutungen, die meist sechs bis zehn Tage andauern können.
  • Schmerzhafte Menstruation, Regelschmerzen (Dysmenorrhö): Die Menstruation schmerzhaft und mit allgemeinem Krankheitsgefühl verbunden.

Zyklusstörungen können sich auch in Form von Schmierblutungen (Spotting) vor, während oder nach der Menstruation äußern. Manchmal kommt es auch nur zu einer Schmierblutung statt der Menstruation.

Welche Ursachen haben Zyklusstörungen?

Für Zyklusstörungen kommen vielfältige Ursachen infrage. Neben funktionellen oder hormonellen Störungen können organische Veränderungen bis hin zu erblichen Defekten oder Erkrankungen der Geschlechtsorgane, der Schilddrüse, Leber, Niere oder allgemeine Erkrankungen wie Diabetes mellitius hinter Menstruationsstörungen stecken. Auch können Stress, psychische Belastung, falsche Ernährung oder Leistungssport Zyklusstörungen verursachen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Du weißt nun, welche Zyklusstörungen es gibt und wie du mit Hilfe von Zyklusbeobachtung, Hinweise über die Art der Störung erhalten kannst. Durch die Aufzeichnung deiner individuellen Zyklen mit OvulaRing kannst du sehr einfach feststellen, wie dein Zyklus funktioniert. Wenn du über einen längeren Zeitraum große Unregelmäßigkeiten feststellst, wende dich an deinen Frauenarzt. Anhand deiner Aufzeichnungen sowie zusätzlichen Untersuchungen wird er eine hinreichende Diagnose stellen und dich entsprechend behandeln können.

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