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Das Zusammenspiel der Algorithmen

Die Datenerfassung und Aussagekraft von OvulaRing wird durch das Zusammenspiel von hochkomplexen Algorithmen gewährleistet, um sichere Aussagen zu Retrospektive, Echtzeit und Prognose der fertilen und infertilen Phase im weiblichen Zyklus zu treffen. Wenn diese Funktionen wie ein Zahnrad ineinander greifen, kann eine valide Aussage zu Fertilitätsstatus und Zyklusgesundheit der Frau in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft  getroffen werden.  Jede Funktion für sich beinhaltet bereits wertvolle Informationen und ist für ein lebendiges und flexibles Ineinandergreifen der „Zahnrädchen“ von großer Bedeutung.
 

Übersicht über die Algorithmen von OvulaRing

Algos_Uebersicht_OvulaRing

Die Retrospektive – Vergangenheit

Die Sammlung retrospektiver Daten ist die Basis der Datensammlung und entscheidend für die Verfeinerung von Echtzeit- und Prognosefunktion.  Je größer dieser Datenschatz ist, desto genauer können die Algorithmen die Wahrscheinlichkeiten für fertile und infertile Phase in Echtzeit und Vorausschau berechnen. Dabei wird ein Minimum von 2-3 aufgezeichneter Zyklen mit OvulaRing benötigt. Der erste Zyklus ist dabei ein Lernzyklus zur Datensammlung. Im zweiten Zyklus kann bereits eine Aussage zum Fertilitätsstatus in Echtzeit getroffen werden. Ab 3 aufgezeichneten Zyklen mit Eisprung erfolgt eine Prognose der kommenden Empfängniswahrscheinlichkeiten mit errechnetem Eisprungtermin. Erst anhand der gesammelten Daten wird die zukünftige Planungssicherheit ermöglicht. Anders gesagt: Nur mit der Vergangenheit ist die Zukunft planbar. Dies ist ein großer Mehrwert sowohl für Kinderwunsch als auch natürliche Verhütung. Die restrospektiven Daten sind zudem für die integrierte Zyklusstatistik der Software myovularing.com von zentraler Bedeutung. Hier lassen sich alle aufgezeichneten Zyklen übersichtlich miteinander vergleichen, mit einer Zusammenfassung der jeweiligen Länge der zweiten Zyklushälfte, des Eisprungtages sowie der durchschnittlichen Körperkerntemperatur. Durch die retrospektive Betrachtung kann nicht nur gezeigt werden, ob im Vorzyklus ein Eisprung erfolgte oder nicht, sondern auch, ob der vorige Zyklus gesund war. Die Länge der zweiten Zyklusphase lässt zudem eine individuelle Diagnostik zu. Die Bewertung retrospektiver Zyklen ist nicht zuletzt entscheidende Basis für eine individuelle Sterilitätstherapie.

 

Die Echtzeit – Gegenwart

Die Echtzeitfunktion gibt an, ob die Empfängniswahrscheinlichkeit der Nutzerin in dem Moment, in dem sie ihre Daten ausliest, niedrig, mittel oder hoch ist. Grundlage dafür sind individuelle Körperkern-Temperaturmuster, die in vorherigen Zyklus erlernt wurden und im nachfolgenden Zyklus gesucht werden. Durch Biomarker in den Körperkern-Temperaturmustern lässt sich die Echtzeit-Empfängniswahrscheinlichkeit detailliert und exakt berechnen. Der bis dato gesammelte Datenschatz aus vergangenen OvulaRing-Zyklen wird dabei in die Berechnung mit einbezogen. Die Errechnung der Wahrscheinlichkeiten ist stets abhängig von der Datengrundlage. Die Echtzeitfunktion gibt aus, wie fruchtbar die Nutzerin heute ist, ob sie sich in der fruchtbaren Phase befindet und wo genau sie sich in ihrem Zyklus befindet. Dieses Wissen ist sowohl für den Kinderwunsch als auch für die Unterstützung der natürlichen Verhütung unerlässlich. Darüber hinaus  ist „frau“ nicht allein ihrem Körper ausgeliefert und kann Körperzeichen sowie Stimmungsschwankungen für sich besser interpretieren und einordnen.

 

Die Prognose – Zukunft

Die Prognosefunktion ermöglicht der OvulaRing-Nutzerin eine Aussage über die Planungssicherheit bezüglich ihrer zukünftigen fruchtbaren Phasen und den kommenden Ovulationen. Diese Funktion ist vor allem für die Planbarkeit des Kinderwunsches bzw. der natürlichen Verhütung von Bedeutung. Ist die Planbarkeit gegeben oder nicht? Dafür wird ein Minimum an 3 aufgezeichneten Zyklen mit OvulaRing benötigt. Je mehr Zyklen aufgezeichnet wurden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Mustererkennung. Die Empfängniswahrscheinlichkeit der zukünftigen Zyklen korreliert dabei mit den bereits erfassten Vorzyklen. Sind die Vorzyklen biphasisch, ovulatorisch und gesund, ist die Wahrscheinlichkeit für einen folgenden gesunden biphasischen Zyklus` höher.  Sind die Vorzyklen monophasisch, steigt auch die Wahrscheinlichkeit  einer Anovulation im Folgezyklus. Schwanken die bisherigen Eisprünge mehr als 8 Tage untereinander, kann eine Planbarkeit und sichere Prognose für den Folgezyklus nicht mehr ausgegeben werden. Der Menstruationszyklus ist ein hochkomplexer biologischer Vorgang und bei jeder Frau sehr individuell. Mit Hilfe der Echtzeitfunktion sowie der retrospektiven Betrachtung der Zyklen erfährt die Nutzerin jedoch jederzeit, in welcher Zyklusphase sie sich gerade befindet und ob sie in den vergangenen Zyklen Eisprünge hatte.

Mit OvulaRing werden vollkommen unbemerkt riesige Datenmengen an Temperaturwerten mit bis zu 3-stelliger Genauigkeit gemessen. Verschiedene Algorithmen verknüpfen rund um die Uhr diese Datenfülle an Körperkerntemperaturwerten aus Retrospektive, Echtzeit und Prognose miteinander. Dieses nahtlose Ineinandergreifen und Zusammenspiel der einzelnen OvulaRing-Funktionen ermöglicht der Nutzerin einen umfangreichen Überblick über ihr Zyklusgeschehen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Dessen ungeachtet ist aber auch jede Funktion allein betrachtet für die Nutzerin und den Arzt aussagestark. Durch die Zusammenführung aller Körperkerntemperaturwerte wird nicht nur eine große Aussagekraft zu Fertilitätswahrscheinlichkeit und Zyklusgesundheit der Frau getroffen, sondern auch eine individuelle Fertilitätsdiagnostik und Sterilitätstherapie ermöglicht.

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